Neues Fernwärmenetz in Gera-Langenberg eröffnet
Nach knapp fünf Jahren Planungs- und Bauzeit hat die TWS* in Gera-Langenberg eine innovative Heizanlage in Betrieb genommen und versorgt derzeit ca. 800 Wohnungen – rund 400 davon im Bestand der WG „Neuer Weg” eG. Mit der neuen Wärmeversorgung erhält der Stadtteil eine zeitgemäße und nachhaltige Wärmeerzeugung, effizient, umweltfreundlich und zentral beheizt.
Einmaliges Wärmekonzept in Thüringen
Doch was macht das Heizhaus in Gera-Langenberg so besonders? Kurz gesagt ist es die Kombination aus verschiedenen Wärmetechniken, die in dieser Form in ganz Thüringen einmalig ist und die zu Recht das Prädikat „State of the Art” verdient. Durch Einsparung von ca. 500 Tonnen CO2 jährlich leistet das innovative Kraft-Wärme-Kopplungssystem (iKWK) einen wesentlichen Bestandteil zur kommunalen Wärmeplanung in Gera.
Genutzte Synergien im Überblick:
- Kombination: Blockheizkraftwerk (BHKW), vier Wärmepumpen, zwei Gaskessel und Power-to-Heat-Anlage
- Jährlich entstehen 6,5 Gigawattstunden Wärme
- Strom wird erzeugt und direkt ins Netz eingespeist.
- Nachhaltig geplant: Etwa 40 % der Wärme kommt aus erneuerbaren Energien.
Peter Tasche, der nur ein paar Hundert Meter vom Heizhaus entfernt wohnt, war einer von ca. 60 Gästen, die sich zur Heizhauseröffnung auf den Weg gemacht haben. „Als ich 1966 hier einzog, haben wir noch mit Öfen geheizt. Dann kam die Gasheizung und jetzt setzen wir eben auf Erneuerbare”, sagt Peter Tasche.
Bis 2030 sollen weitere Wohnungen an die nachhaltige Fernwärmeversorgung angeschlossen werden. Auch der Austausch mit dem örtlichen Kläranlagenbetreiber sei später einmal ein relevanter Schritt.
© Fotos: TEAG/Paul Philipp Braun, TEAG/Carlo Bansini | *TWS: Thüringer Wärmeservice GmbH